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Region veröffentlicht am 31.05.18

Elementarschadenkampagne

Dreyer/Höfken: Bürgerinnen und Bürger in ganz Rheinland-Pfalz können sich gegen Elementarschäden versichern

MINISTERIUM FÜR UMWELT, ENERGIE, ERNÄHRUNG UND FORSTEN

Mainz, 30. Mai 2018
„Naturgefahren sind nicht zu unterschätzen. Hochwasser und Starkregen können fast jede Hausbesitzerin und jeden Hausbesitzer empfindlich treffen. Gerade in diesen Wochen waren rheinland-pfälzische Kommunen von heftigen Regenschauern und Hochwasser betroffen. Erst am Montag haben wir uns in Herrstein ein Bild von der dramatischen Situation gemacht. Die Schäden sind in vielen Fällen existenziell. Darum rufen wir erneut alle Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz auf, sich zu versichern“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Umweltministerin Ulrike Höfken heute in Mainz. Mit einer Elementarschadenkampagne macht das rheinland-pfälzische Umweltministerium bereits seit 2013 auf die Notwendigkeit der Eigenvorsorge aufmerksam. Sie war vom Umwelt- und Wirtschaftsministerium, der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und vielen Versicherungsunternehmen und gemeinsam gestartet worden. „Hochwasser und Starkregenereignisse können Schäden verursachen, die im schlimmsten Fall die Existenz der Betroffenen nachhaltig gefährden. Darum ist es mir ein besonderes Anliegen, für den Versicherungsschutz der Elementarschadensversicherung zu werben“, so Umweltministerin Höfken.


30 Prozent der Hausbesitzer sind versichert
„Inzwischen haben mehr als 30 Prozent der rheinland-pfälzischen Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer eine Elementarschadenversicherung. Das ist eine Steigerung von 13 Prozentpunkten in fünf Jahren“, freute sich Höfken und betonte zugleich: „Das Klima wandelt sich. Extreme Wetterereignisse nehmen zu, das spüren wir aktuell. Jeder ist aufgerufen, seine Verantwortung wahrzunehmen und sich vor den Folgen zu schützen.“ Nach Angaben der Versicherungswirtschaft kann fast jeder seine Immobilie zu erschwinglichen Prämien gegen Naturgefahren versichern. „Beratung spielt eine große Rolle – hier haben wir mit der Verbraucherzentrale und den Versicherungsvermittlern starke Partner“, betonte Höfken. „Allen Hausbesitzerinnen und -besitzern muss zudem eines klar sein: Grundsätzlich kann nur derjenige auf staatliche Hilfe hoffen, der sich gegen Elementarschäden nachweislich nicht versichern kann.“


Großer Informationsbedarf bei Eigentümern

Nach Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind rund 800.000 Wohnhäuser in Rheinland-Pfalz noch nicht ausreichend versichert. „Viele ältere Verträge umfassen nur die Naturgefahren Sturm und Hagel, nicht jedoch Starkregen und Hochwasser. Diese Deckung lässt sich aber ergänzen – auch in stark gefährdeten Lagen“, betonte GDV-Geschäftsführer Dr. Bernhard Gause. In diesen Fällen sei es wichtig, sachkundige Spezialisten aus den Hauptverwaltungen der Versicherer hinzuzuziehen und individuelle Versicherungslösungen zu erfragen. Selbstbehalte und höhere Prämien sind bei hohen Risiken nicht ausgeschlossen.
Untersuchungen der Verbraucherzentrale zufolge ist der Abschluss einer Elementarschadenversicherung in gefährdeten Gebieten oft nur mit Schwierigkeiten möglich. Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sagte dazu: „In unserem Beratungsgeschäft merken wir, dass hier ein großer Informationsbedarf besteht. Uns ist daher wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger bei jedem neuen Vertragsabschluss oder jeder Vertragsänderung automatisch auch die Absicherung gegen Elementarschäden angeboten bekommen.“
Weitere Informationen: www.naturgefahren.rlp.de
 
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